SHTU-Verbandstag in Itzehoe: Neuer Präsident und ein neuer Vize gewählt

Beim Verbandstag der SHTU stellte sich Kai Möller nach dreijährigen Amtszeit nicht mehr zur Wahl. Seine Präsidentschaft war vor allem von zahlreichen Ausnahmesituationen geprägt, die von der Pandemie verursacht wurden. „Die Anforderungen an dieses Amt sind mit meiner beruflichen Situation nicht länger zu vereinbaren“, so der scheidende Präsident. Das Amt des Präsidenten wird nun vom Kieler Bernd Lange – zuvor Vizepräsident für Leistungssport – übernommen. Mit den Aufgaben ist Bernd Lange vertraut, da er vor vielen Jahren dieses Amt in der SHTU schon einmal bekleidet hat. „Man hat mir gesagt, ich habe ja als Rentner sehr viel Zeit und die könne ich doch gut für die Präsidentschaft nutzen“, sagt der Bernd Lange mit einem Augenzwinkern. Allerdings kündigte er an: „Ich möchte das Amt möglichst nur für zwei Jahre übernehmen.“ In dieser Zeit sei es sein Ziel, gemeinsam mit dem Vorstand die SHTU so zu strukturieren und die Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes so zu gestalten, dass es auch für Berufstätige möglich ist, die Präsidentschaft auszuüben. Den frei gewordenen Platz des Vizepräsidenten für Leistungssport übernimmt nun Merten Radeleff aus Eckenförde.

 

 

Förderverein bedankt sich für großzügige Spende

Der Förderverein für die Triathlonjugend in Schleswig-Holstein hat vom Hachede Triathlon Geesthacht eine Spende von 1737 € erhalten. Der Triathlon musste im letzten Jahr leider abgesagt werden, nachdem die Startgelder bereits überwiesen worden waren. Auf Wunsch der Athlet:innen wurden diese Startgelder allerdings nicht zurückerstattet und nun an den Förderverein gespendet. Genutzt wird diese Spende für Projekte für die Jugend im Breiten- und Leistungssport. „Wir bedenken und ganz herzlich für diese großzügige Spende und versprechen, das Geld für das Wohl junger Triathlet:innen einzusetzen“, sagt Jan-Philipp Krawczyk, Vorsitzender des Fördervereins.

 

 

Auf dem Bild sind zu sehen (v.l.):

Bernd Lange (2. Vorsitzender Förderverein), Jan Philipp Krawczyk (1. Vorsitzender Förderverein), Jens Naundorf (Hachede Triathlon), Renate Fitschen (Kassenwartin Förderverein)

 

Athlet*Innen aus Schleswig-Holstein erfolgreich auf Hawaii

 

Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii waren erneut einige Athlet*Innen aus Schleswig-Holstein erfolgreich am Start.

Wir gratulieren herzlich und hoffen, dass es für euch denkwürdige Stunden bleiben, die ihr dort erlebt habt!

Die Ergebnisse der Starter*innen aus Schleswig-Holstein

Victoria Best (SV Enge-Sande/ 11:12:26 Std.) und ) Leif Schröder-Groeneveld (USC Kiel/ 8:58:32 Std.) waren die stärksten SH-Triathleten auf Hawaii.

 

Donnerstag

Frauen

  1. (45. W 30 von 126) Victoria Best (SV Enge-Sande) 11:12:26
  2. (89. W 35 von 150) Nele Siegmeier (Tri-Team Neumünster) 11:59:26

1203 Frauen im Ziel

Männer

26. (25. M 25 von 192) Jonas Weller (Ratzeburger SV) 9:27:51
27. (26. M 25) Simon Müller (Tri-Sport Lübeck) 9:28:20
216. (95. M 50 von 575) Andreas Drosdowski (LAV Husum) 10:44:29
289. (8. M 60 von 201)) Jörn Lauk (SG Wasserratten Norderstedt) 11:00:10
422. (19. M 60) Karsten Weyland (Ratzeburger SV) 11:30:03
461. (275. M 50) Olav Niedieck (SG Wasserratten Norderstedt) 11:39:05
624. (65. M 60) Volker Sonnenburg (Ratzeburger SV) 12:24:01
1096. (197. M 60) Manfred Schmidt (Itzehoe) 16:37:15

1113 Männer im Ziel

 

Samstag

Männer

72. (19. M 30 von 346) Leif Schröder-Groeneveld (USC Kiel) 8:58:32
520. (137. M 30) Lars Dahlkemper (USC Kiel) 9:54:06
794. (115. M 45 von 566) Torben Detlefsen (Borener SV) 10:12:43
1069. (268. M 35 von 419) Tim Sonnenburg (Ratzeburger SV) 10:31:04
1453. (317. M 45) Björn Nahnsen (SV Enge-Sande) 11:00:31
1846. (157. M 55 von 386) Michael Brell (SG Wasserratten Norderstedt) 11:46:06

2376 Männer im Ziel

Gute Erholung euch allen!

 

„Løbestærk tysker vinder ironman i København“: Sieg beim dänischen Ironman für Benjamin Winkler

Bei perfekten, spätsommerlichen Wetterbedingungen und toller Zuschauerkulisse fand am vergangenen Wochenende der Ironman in der dänischen Hauptstadt unter Ausschluss professioneller Triathleten statt.

Benni startete hier nicht zum ersten Mal. 2017 musste er in Führung liegend nach der halben Marathonstrecke wegen Magenproblemen Tempo rausnehmen, etliche Pausen einlegen und die Konkurrenz ziehen lassen. Trotzdem finishte er damals das Rennen nach ca. neuneinhalb Stunden in einer für viele Langdistanzathleten unerreichbaren Zeit.

In diesem Jahr konnte Benni im USC-Einteiler dagegen vom Start weg kontinuierlich auf höchstem Niveau zeigen, wozu er als junger Vater und trotz beruflicher Verpflichtungen im Stande ist. In 54:25 min bewältigte Benni die 3,86 km lange Schwimmstrecke am Amager Strandpark, um nach kurzem Wechsel auf die 180 km Radstrecke zu wechseln. In seiner eigentlichen Paradedisziplin erreichte er hier mit einer Zeit von 04:29:27 Stunden einen Schnitt von über 40 km/h und lag hierbei nur dreieinhalb Minuten unter der Tagesbestzeit des Dänen Mikkel Mortensen. Den abschließenden Marathon ging Benni kurzzeitig mit 03:30 min/km hart an, um die internationale Konkurrenz einzusammeln und dann etwas kontrollierter, aber bei weiterhin sehr hohem Tempo seinen Vorsprung auszubauen. In einer fantastischen Laufzeit von 02:49:29 Stunden (04:01 min/km) und einer Gesamtzeit von 08:19:20 Stunden wurde Benni beim Zieleinlauf lautstark vom Publikum und Moderatorenteam gefeiert und hätte im Überschwang fast seine Laufschuhe unter die Zuschauer gebracht. Bei der anschließenden Siegerehrung mit dem Norweger Lars Petter Stormo und dem Briten Chris Weeks knallten dann ordentlich die Korken und es gab die obligatorische Champagnerdusche. Die dänische Medienlandschaft hob in Ihrer Berichterstattung Benni‘s besondere Laufstärke hervor „Det var her, at Benjamin Winkler løb fra alt og alle“ (Hier hat Benjamin Winkler alles und jeden ausgestochen).

Bei der Slot-Vergabe für die Ironman WM auf Hawaii verzichtete Benni auf seinen Platz. Umso mehr durfte er sich aber sicherlich zusammen mit Sohn Jelle bei der Ehrung über den Siegerpokal und diesen außergewöhnlichen Erfolg freuen.
Wir gratulieren sehr herzlich zu dieser herausragenden Leistung.

 

 

 

Text:

Fotos: Sportograf Digital Solutions

 

 

 

 

 

 

Erfolge bei der AK EM in München

Am 14. August fanden in München im Rahmen der European Championships die diesjährigen AK Europameisterschaften im Sprinttriathlon statt. Auf zum Teil denselben Strecken wie die Elite waren insgesamt über 1.300 Triathletinnen und Triathleten am Start. Auch sechs  SHTU-Athleten und eine Athletin genossen diese Meisterschaften in grandioser Atmosphäre beim Zieleinlauf im Olympiapark. Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille waren sie dabei durchaus erfolgreich. Europameister wurde in AK 50 bei den Männern Udo van Steevendal und Jens Krohn (Bargteheide) in der AK 65. Eine Silbermedaille errang Bettina Lange bei den Frauen in der AK 50. Ebenso zufrieden über das erfolgreiche Finish waren Uwe Blunck (54. in der AK 60), Hinnerk Timme (10. in der AK 65), Bernd Lange (13. n der AK 65) und Joachim Höhne (9. in der AK 80).

 

 Foto (privat):  Hinnerk Timme, Bernd Lange, Jens Krohn, Uwe Blunck (v.l.)

 

 

Sommercamp 2022: Triathlon, Erlebnisse und Spaß im Wald

Bereits zum vierten Mal fand nun das SHTU-Sommercamp auf dem Gelände von „Raus in die Natur“ in Großenaspe statt. Teilnahmevoraussetzung waren einzig das Interesse am Triathlon und das Alter (Jahrgänge 2011-2001). Insgesamt waren 50 Kinder und vier Trainer:innen dabei – gemeinsam haben sie 11 Tage im Wald mit Training, Erlebnis und Spaß verbracht.

Der Tagesablauf war meist auf ein Triathlon-Programm ausgerichtet: morgens wurde in der Roland Oase Bad Bramstedt geschwommen, mittags Rad gefahren und gelaufen – dabei stand natürlich immer der Spaß im Vordergrund. So gab es zum Beispiel nach dem Schwimmen einen Parcour im Schwimmbad zu meistern. Abseits vom Triathlon standen auch Erlebnisse wie Kanu fahren, klettern im Hochseilparcour oder Teamübungen auf dem Plan.

Während der Zeit im Camp mussten sich die Kinder und Trainer:innen außerdem mit Herausforderungen des Lebens im Wald auseinandersetzen und sich selbst verpflegen. So wurde in Gruppen gekocht und abgewaschen. Was es zu essen gab, konnte sich die jeweilige Gruppe selbst überlegt werden – das Gericht sollte im besten Fall praktisch für eine Gruppengröße von 50 Personen und einfach zuzubereiten sein. Nudelvariationen standen also hoch im Kurs. Besonders beliebt war allerdings das nachmittägliche Kuchen-Buffet, das von den Eltern zur Freude aller beigesteuert wurde.

Auch ein besonderer Gast war für zwei Tage im Camp dabei: Jaspar Ortfeld gehört zu den besten Nachwuchsathleten in Deutschland. Vor vier Jahren gehörte er ebenfalls zu den Teilnehmenden des Sommercamps; nun stellte er sich den Fragen der Athlet:innen und erzählte von seinen Erfolgsgeheimnissen.

Durch das tolle Feedback wird das vierte Sommercamp wohl nicht das letzte gewesen sein. Wir freuen uns auf euch im nächsten Jahr!

 

OstseeMan nach zwei Jahren Zwangspause nun endlich mit Jubiläum zurück im Land!

OstseeMan 2022:

Große Triathlon-Party an der Förde zum Re-Start und 20. Geburtstag des Klassikers

Best und Homrighausen holen Gold und sind die besten Nordlichter

 

Das OstseeMan-Gänsehautfeeling ist wieder da. Mit einem langen Triathlon-Tag meldete sich Schleswig-Holsteins großer Langdistanz-Klassiker stimmungsvoll zurück. Rund 1.500 Aktive und Tausende von Zuschauern feierten am Glücksburger Kurstrand den Neustart des nördlichsten deutschen Dreikampfs aus 3,8 km Schwimmen, 180 km, Radfahren und 42,195 km Laufen. Nachdem beim Startschuss am frühen Morgen noch ein paar dunkle Wolken über der Ostsee gehangen hatten und auch einige Tropfen fallen ließen, die ein wenig die Euphorie ausbremsten, dauerte es nicht lange, bis Glücksburg wieder sein bestes Gesicht zeigte. Nahezu perfekte Bedingungen mit angenehmen Temperaturen und nur wenig Wind sorgten zusammen mit dem gewohnt emotionalen Publikum für die Rahmenbedingungen, die den Aktiven ein Ambiente boten, das zu meisterlichen Leistungen oder zumindest zum eisernen Durchhalten animierte. Nach wenigen Stunden wussten alle Akteure an und auf der Strecke, was sie in zwei Jahren Corona-Zwangspause so schmerzlich vermisst hatten.

Für die sportlichen Glanzpunkte sorgten zwei Ausdauerasse, die erstmals beim OstseeMan starteten. Simon Huckestein aus dem hessischen Wetterau holte sich mit einer furiosen Aufholjagd nach 8:25:29 Stunden den Gesamtsieg und den Titel des Deutschen Meisters. Als neue Siegerin der Damen durfte Maja Betz vom SC Ostheim/Rhön nach 9:32:25 Stunden jubeln. Die 24-jährige aus Nordbayern hatte sich auf der Radstrecke an die Spitze gesetzt und gab die Führung danach nicht mehr ab. „Als Erste auf die Laufstrecke zu gehen, war neu für mich. Eigentlich bin ich es gewohnt, beim Laufen erst aufzuholen. Als ich in Führung lag und mitbekam, dass eine der Verfolgerinnen schneller läuft, hatte ich kurz Angst eingeholt zu werden“, gab die neue Siegerin zu, die sich von der Begeisterung am Streckenrand aber tragen ließ und ihre Führung letztlich doch sicher über die Ziellinie rettete und am Ende doch auch die schnellste Laufzeit hinlegte. Als zweitschnellste Frau folgte die Tschechin Simona Krivankova nach 9:39:21 Stunden.

Die Glücksburger Triathlon-Fans machten bei ihrem Support keinen Unterschied zwischen einheimischen und auswärtigen Ausdauercracks. Und doch verspürten ein paar Lokalmatadore vielleicht doch noch eine kleine Extraportion Adrenalin, wenn sie am Streckenrand vertraute Stimmen und Gesichter vernahmen. So ließ sich auch Victoria Best von der Kulisse ins Ziel tragen. Die 33-jährige vom SV Enge-Sande nutzte den Langdistanz-Wettkampf vor der eigenen Haustür als Generalprobe für ihren im Oktober anstehenden Start bei den IronMan-Weltmeisterschaften auf Hawaii. Zunächst sah für Best alles nach einem perfekten Tag aus, nachdem sie als zweitschnellste Frau aus dem Wasser gekommen war und dank eines schnellen Wechsels sogar als Führende auf die neu geschnittene Radstrecke gehen konnte. Die Spitzenposition gab sie am Ende der ersten der vier Radrunden aber ab und fiel später vorübergehend sogar  auf den vierten Platz zurück. Beim abschließenden Marathon musste dann auch die ausdauerstarke Frau aus dem Norden leiden. „Ich war ziemlich fertig und habe beim Laufen einfach nur einen Schritt vor den anderen gesetzt. Aber es waren überall geile Leute, die Stimmung gemacht haben. Das hat mir ins Ziel geholfen“, erklärte die Lokalmatadorin, die sich mit ihrem Kampfgeist zurück in die Medaillenränge kämpfte. Nach 9:51:39 Stunden kam sie als Gesamtdritte und Deutsche Vizemeisterin ins Ziel. In ihrer Altersklasse W 30 holte sie sogar die Goldmedaille.

Nele Siegmeier vom Tri-Team Neumünster folgte nach 10:30:26 Stunden als Vierte der DM-Wertung.

Das Rennen der Männer bot die sportliche Dramatik, die für die Faszination einer Langdistanz  sorgt. Lukas Schnödewind  aus Osterrönfeld kam als Erster aus dem Wasser und hielt die Führung auch noch auf den ersten beiden der sechs Laufrunden, ehe ihn der Hamburger Fabian Günther überholte. Als Champion durfte aber keiner der beiden Asse aus dem Norden jubeln. Mit einer famosen Aufholjagd schnappte sich Simon Huckestein noch den Sieg. Der ehemalige 800-Meter-Läufer packte beim Marathon seine läuferische Klasse aus, ging nach der Hälfte der Laufstrecke an die Spitze und krönte sein starkes Debüt auf der Langdistanz mit dem Meistertitel. „Das war echt der bisher schönste Tag für mich, auch wenn ich nach der Hälfte der Laufstrecke schon total fertig war. Aber ich wollte es dann auch nicht mehr hergeben“, erklärte der 36-jährige, der erst seit vier Jahren Triathlon betreibt und sein Langdistanz-Debüt eigentlich schon im Juli in Roth feiern wollte. Nach einem Radsturz war er dort ausgeschieden und entschied sich, beim OstseeMan einen neuen Anlauf zu nehmen. „Nach dem Schwimmen war ich noch ziemlich weit zurück. Ich wusste trotzdem, dass ich noch nach vorne kommen kann, aber auch dass es harte Arbeit wird“, berichtet Huckestein über seinen Optimismus, den er mit einem der schnellsten Marathonläufe der OstseeMan-Geschichte (2:50:41 Std.) bestätigte. Fabian Günther blieb dem Sieger stets auf den Fersen und wurde in 8:28:29 Stunden Zweiter. Lukas Schnödewind hingegen stieg nach der Hälfte des Marathons aus. Den dritten Platz erkämpfte Timo Schaffeld aus Oberhausen in 8:30:06 Stunden.

Als schnellster Mann aus Schleswig-Holstein präsentierte sich Jens Homrighausen vom MTV Leck, der die 226 km lange Herausforderung in 9:41:32 Stunden bewältigte und den 21. Platz der insgesamt 170 erfolgreich männlichen Finisher belegte. „Auf der Radstrecke lief es richtig gut, aber beim Laufen gar nicht mehr nach Plan“, haderte der 44-jährige Nordfriese nach dem Rennen zunächst mit seiner Leistung. Bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaften hellte sich Homrighausens Laune aber schnell wieder auf. Denn seine Zeit reichte, um den Altersklassentitel der Klasse M 40 zu gewinnen. „Na gut. Dann war es ja doch nicht so schlecht“, switchte der Lecker seine Einschätzung schnell um und erinnerte sich an seine Zielsetzung „Podium“, die er nun bestmöglich erfüllte. Rainer Klink vom MTV Heide folgte in 9:43:35 Stunden (23. Platz) nur knapp dahinter.

Zwei starke Athleten von der Schlei gehörten ebenfalls noch zu den stärksten Männern aus dem Norden. Arvid Reiter vom TSV Schleswig gelang in 10:07:13 Stunden (36. Platz) ein starkes Debüt auf der Langdistanz. Mathias Todt vom Borener SV verpasste in 10:20:32 Stunden (47. Platz) zwar sein Ziel, unter zehn Stunden zu bleiben, bewies aber dennoch eindrucksvoll seine Ausdauer

Im Staffelwettbewerb setzten sich das Damen-Trio des Teams Maris IT mit Louisa Obermark, Tatjana Brandt und Sandra Morchner in der neuen Rekordzeit von 8:33:19 Stunden durch und lag damit nur eine Viertelstunde hinter der schnellsten Männerstaffel, die der Borener SV (8:17:27 Std.) stellte. BSV-Radass Matthias Jubt  baute den vom Flensburger Schwimmass Jules Bohnert vorgelegten Vorsprung weiter aus, ehe der als kurzfristiger Gaststarter eingesprungene Marathon-Landesmeister Benjamin Reuter aus Kronshagen den Sieg perfekt machte.

Den zum dritten Mal ausgetragenen OstseeMan113 über die halbe Langdistanz (1,9 km – 90 km – 21,1 km) gewannen Hannah Deuring (Hannover 96/ 4:30:43 Std.) und Tim Rieder (Post SV Tübingen/ 4:09:09 Std.). Rieder setzte sich knapp vor Michael Victor (Bad Nauheim/ 4:09:30 Std.) und Sven Kiene (Hannover 96/ 4:12:27 Std.) durch. Bei den Frauen war zunächst die für das Tri-Team Hamburg startende Jenny Jendryschik (4:31:16 Std.) als Siegerin vom Publikum bejubelt worden. Doch die im zweiten Startblock gestartete Deuring unterbot deren Zeit noch. Dritte wurde Hannah Arlom (LG Emsdetten/ 4:33:04 Std.).

NPB

 

 

             

Landesmeisterschaften in der Mitteldistanz beim Auftakt des Viking- Triathlon in Schleswig

  1. Viking-Triathlon in Schleswig

Emotionale und heiße Premiere eines neuen Triathlon-Highlights

Victoria Best gewinnt die Hitzeschlacht – Hamburger Hempfling bester Mann

 

Mit dem Schleswiger Viking-Triathlon hat die regionale Triathlon-Szene ein neues Triathlon-Highlight vor der Haustür. Bei hochsommerlichen Bedingungen feierte der Mitteldistanz-Triathlon an der Schlei eine nahezu perfekte Premiere, die in Sachen Stimmung und sportlicher Qualität alles bot, was sich Ausdauersportler und Publikum von einem Event dieser Art versprechen.

Über 400 Aktive waren an der Schlei auf den Beinen und stellten sich bei drückender Hitze dem Dreikampf, der mit dem 1,9 km langen Schwimmen in der angenehm warmen und ruhigen Schlei für alle ideal begann. Das 90 km Radfahren auf der kompletten gesperrten Bundesstraße 76 wurde dann schon etwas mehr zur Härteprobe. Während es die einen genossen, auf der flachen Strecke ohne Anstiege oder Abzweigungen einfach den Kopf ausschalten zu können und aufs Tempo zu drücken, wurde die Strecke für andere auch zur mentalen Geduldsprobe zwischen Asphalt und Sonne. Beim abschließenden Laufen warteten in Schleswig dann bei heißen Temperaturen knackige 21,1 Laufkilometer zwischen Dom und Schloss, auf denen auch einige gestandene Langdistanz-Triathleten an ihre Grenzen kamen und manche sogar das Rennen vorzeitig abbrachen. Wer nach insgesamt 113 Kilometern das Ziel erfolgreich erreichte, wurde von Veranstaltern und Publikum aber als „Fjordlegend“ ausgiebig gefeiert.

Das zusätzliche und einmalige Prädikat, erste Viking-Triathlon-Siegerin der neueren Geschichte zu sein, sicherte sich Victoria Best vom SV Enge-Sande. Die 33-jährige gewann in 4:33:48 Stunden am Ende mit klarem Vorsprung, musste aber auf der langen Strecke wie viele andere auch leiden, obwohl sie schon mehrfach erfolgreich auch die doppelte Distanz gemeistert hatte. „Es war so anstrengend. Ich bin fix und fertig. Offenbar hatte ich wohl schon bisschen vergessen, wie hart ein halbe Langdistanz sein kann. Man ist mehr am Limit als bei der ganz langen Strecke“, erklärte Best nach ihrem Zieleinlauf unter Hinweis auf das höhere Tempo in allen drei Disziplinen. Best, die im Oktober auf Hawaii bei den IronMan-Weltmeisterschaften starten wird und vorher auch noch die Langdistanz beim OstseeMan in Glücksburg angehen möchte, zeigte sich in Schleswig schon beim Schwimmen gut aufgelegt und kam schon als Erste aus dem Schleiwasser, um dann mit starken Leistungen auf dem Rad und auf der Laufstrecke den Sieg perfekt zu machen. In 4:33:48 Stunden gewann Best vor der Hamburgerin Lisa Femerling (4:45:45 Std.) und Nele Siegmeier vom Tri-Team Neumünster (4:49:09 Std.). Mit ihrem Gesamtsieg schnappte sich Best auch die Titel der Landesmeisterin.

Das Rennen der Männer erbrachte ebenfalls einen souveränen Sieger. Der 25-jährige Hamburger Niklas Hempfling lag nach der ersten Disziplin noch an dritter Stelle, konnte dann aber auf dem Rad schon früh die Führung übernehmen und einteilte auf der schnellen Radpiste dann allen Verfolgern. Hempfling ging so mit über acht Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke, wo er den Abstand konstant halten konnte. Nach 3:57:34 Stunden wurde Hempfling auf den Königswiesen als Viking-Triathlon-Sieger begrüßt, ehe sein Vereinskamerad Markus Rühlmann vom Tri-Team Hamburg nach 4:06:25 Stunden als Zweiter folgte. „Die Strecke war echt toll und ich habe mich wirklich auch über das Wetter gefreut. Im letzten Jahr und auch bei meinem ersten Triathlon 2022 hatte ich bei jedem Wettkampf Regenwetter“, erklärte Hempfling, der im Wissen um seinen komfortablen Vorsprung die Laufstrecke zunächst locker anging. „Der Anstieg hinter dem Schloss war schon echt hart. Da war ich froh, dass ich nach hinten etwas Puffer hatte“, erklärte der gebürtige Münchener.

Hauke Timme vom USC Kiel wurde auf den vertrauten Strecken nahe seiner Fahrdorfer Heimat in 4:07:28 Stunden Gesamtdritter und neuer Landesmeister. Auf dem Podiumsplatz der Titelkämpfe landete als Gesamtfünfter und LM-Dritter auch Leif-Erik Finck von den TriVelos Flensburg, der 4:19:03 Stunden benötigte.

Die Veranstalter freuten sich schon während des Wettkampfs und erst recht danach über reichlich Lob und positiven Zuspruch für die liebevoll und dennoch professionell gestaltete Veranstaltung, die sich in Schleswig etablieren soll. „Das Konzept mit dem sportlichen Part und einem Rahmenprogramm scheint aufgegangen zu sein. Es soll keine Eintagsfliege bleiben“, versprach Leon Schönknecht aus dem Organisationsteam, das er gemeinsam mit Martin Müller, Lena Bombe und Timo Petersen bildete und das viel Unterstützung aus dem Umfeld erfuhr. Die Veranstalter konnten bei der Premiere auch auf viele engagierte Helfer aus den Vereinen der Umgebung zählen und sehen eine gute Basis für die nächsten Auflagen.

Niels-Peter Binder

 

Nominierungen für die JWM in Kanada – alle guten Dinge sind drei

Am Montag kam gegen 17 Uhr die erwartete Mail von der DTU – unsere drei sind dabei! Jaspar Ortfeld aus Lübeck (OSP Saarbrücken), Leann Dietzel (SG Wasserratten Norderstedt/ BSP Potsdam) und Julia Bröcker (VfL Oldesloe/ BSP Potsdam) haben die Nominierung für die Jugendweltmeisterschaften geschafft. Grundlage für die Entscheidung waren die Ergebnisse der JEM in Polen und die des DTU-Cups in Forst. Landestrainer Carsten Krömer sagt: „Ich bin von den Ergebnissen und der Nominierung überwältigt und freue mich sehr darüber, dass unsere Athleten in den jeweiligen Stützpunkten so gut betreut und gefördert werden.“

Nochmal herzlichen Glückwunsch an alle beteiligten Trainer:innen, Betreuer:innen und natürlich an Julia, Leann und Jaspar!

 

Drei SHTU-Asse holen EM-Medaillen bei Duathlon-EM in Alsdorf: Tatjana Brandt wird Europameisterin

Starke Leistungen der SHTU-AgeGrouper in Alsdorf: Bei den Europameisterschaften auf der Duathlon-Mitteldistanz erkämpften gleich mehrere Duathlet:innen aus Schleswig-Holstein Medaillenplätze in der EM-Wertung und bei den in den Wettkampf ebenfalls integrierten Deutschen Meisterschaften. 

Für den größten Erfolg aller SHTU-Starter:innen sorgte EM-Debütantin Tatjana Brandt vom Borener SV. 

Als drittschnellste Athletin unter allen AgeGrouperinnen wurde sie Europameisterin der Klasse W35 und gewann damit natürlich auch den Titel der gleichzeitig ausgetragenen Deutschen Meisterschaften. Den Wettkampf aus 10 km Laufen, 60 km Radfahren und nochmals 10 km Laufen meistert sie in 2:58:24 Stunden.

Auch der beste Mann aus Schleswig-Holstein raste als drittschnellster Athlet des AgeGrouper-Rennens über den Asphalt in Alsdorf bei Aachen. Nach 2:34:53 Stunden kam Simon Müller von TriSport Lübeck als dritter Mann ins Ziel, nachdem er beim zweiten Laufen die schnellste Laufzeit hingelegt hatte. Da die vor ihm platzierten Athleten Altersgenossen waren, blieb es auch in der AK-Wertung der M 25 beim dritten Mal. Der EM-Titel ging an den Briten Benjamin Goodfellow, der vor dem Deutschen Timo Schaffeld gewann. Simon Müller wurde in der DM-Wertung somit Vizemeister. 

Eine weitere europäische Medaille erkämpfte die erfahrene Diana Mull vom TSV Quellenhaupt Bornhöved (3:40:20 Std.) als EM-Dritte und deutsche Vizemeisterin der AK 55.

Duathlon-Landesmeisterschaften der Schüler- und Jugendklassen am 24.April 2022 in Trent

Zu den Landesmeisterschaften im Duathlon für alle Schüler- und Jugendklassen laden wir- die Duathlon-Abteilung des SV Rethwisch- am 24.April nach Trent in der Gemeinde Lehmkuhlen ein. Trent liegt auf halbem Weg zwischen Preetz und Plön und bietet eine schöne Umgebung für den 1.Trenter Duathlon, den wir gerne mit euch durchführen möchten. Wir sind optimistisch, dass der Wettkampf trotz Corona stattfinden kann, haben aber dennoch eine besondere Form der Anmeldung gewählt. Näheres lest ihr in unserer Ausschreibung, die ihr auf der Homepage svrethwisch.de oder hier im DOWNLOAD findet. Wir freuen uns auf euch und einen wunderbaren Tag!

Euer SV Rethwisch


            

            

                        
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