Re-Start der schleswig-holsteinischen Triathlonszene beim 14. Hallig-Dreeathlon

14. Hallig-Dreeathlon in Langenhorn 

Knapp 130 Aktive freuen sich über Re-Start der Triathlonszene

Jenny Jendryschik und Lukas Schnödewind bei Dreeathlon-Debüt in Rekordlaune

Der Puls der Ausdauersportler im Norden schlägt wieder etwas schneller. Mit dem 14. Hallig-Dreeathlon in Langenhorn kehrten knapp 130 Aktive wieder in den Wettkampfmodus zurück und feierten den verspäteten Saisonstart der schleswig-holsteinischen Triathlonszene. Wie schon im Sommer 2020 war der Wettkampf an der Nordsee mit seiner ganz speziellen Reihenfolge das erste Rennen, das unter Hygieneauflagen nach dem Corona-Lockdown wieder stattfinden durfte. Entsprechend groß war das Interesse auch jenseits der Landesgrenzen und die Startplätze  waren schon Wochen vor dem Startschuss restlos ausgebucht. Anders als 2020, als die Aktiven bei hochsommerlichen Temperaturen zwischen Langenhorn und der Hamburger Hallig unterwegs waren, erlebten die Teilnehmer dieses Mal einen Dreeathlon unter eher nordischen Bedingungen. Die Abendsonne an der Nordsee sorgte zwar auch für Sommerstimmung in Nordfriesland, aber ein kräftiger Wind erforderte auf der Radstrecke etwas mehr Krafteinsatz und machte vor allem das Schwimmen in der Nordsee zu einer echten Herausforderung. Nachdem die Aktiven nach bewährtem Dreeathlon-Modus zunächst im Abstand von 15 Sekunden einzeln auf die 9 km lange Radstrecke gegangen waren, um anschließend 4,3 km vom Amsinck-Haus zur Hamburger Hallig zu laufen, wartete das Meer mit mächtigen Wellen.  „Das war ganz schön wellig, hat aber tierisch Spaß gemacht“, erklärte die Flensburgerin Jenny Jendryschik, die trotz der harten Bedingungen ihr Dreeathlon-Debüt gleich als Siegerin beendete. Während sich fast alle Athleten tapfer durch die Wellen kämpften, war die Nordsee an diesem Abend für zwei Starter doch zu wild. Die Wasserwacht musste eingreifen und die beiden Sportler aus den Wellen retten. „Gut, dass wir die Wasserwacht dabei haben“, stellte Organisator Björn Nahnsen vom SV Enge-Sande erleichtert fest. Nach dem Schwimmen warteten in umgekehrter Reihenfolge auf dem Rückweg die gleichen Disziplinen wie zum Einstieg. Einem erneuten Lauf über 4,3 km folgte eine zweite 9-km-Radstrecke ins Ziel.

Mit Bestleistungen auf allen fünf Teilstrecken legte Jenny Jendryschik früh die Basis für ihren Sieg und einen neuen Streckenrekord. Mit ihrer Zeit von 1:07:50 Stunden unterbot die 21-jährige sogar den alten Streckenrekord von Hanna Winckler aus dem Jahr 2016 um 16 Sekunden. „Das Format war neu für mich und ich musste mir vorher schon überlegen, wie ich es mache“, erklärte die Triathletin von der Förde, die sich eigentlich in der Vorbereitung für den Mitteldistanz-Wettkampf beim OstseeMan befand und nun über einen neuen Saisonhöhepunkt nachdenkt. „Das Schönste war aber, alle andere mal wieder zu sehen und gemeinsam Spaß zu haben“, stellte die flinke Dreeathletin fest. Rasant ging auch ihre schnellste Verfolgerin ins Rennen.  Tatjana Brandt vom Borener SV war auf dem Rad nur 20 Sekunden langsamer als Jendryschik und hielt auch beim Laufen noch Anschluss. Erst in den Nordseewellen verlor die 35-jährige BSV-Triathletin den Kontakt zur Führenden, hatte aber genug Polster auf den Rest der Konkurrenz und wurde in 1:15:01 Stunden Zweite. Im Kampf um den verbleibenden Podiumsplatz lieferten sich die beiden Nachwuchsasse Mia Söth (SV Enge-Sande) und Sarah Dohse (USC Kiel) zusammen mit der erfahrenen Lokalmatadorin Karen Paysen (TSV Langenhorn) einen packenden Dreikampf.  In der Endabrechnung war Sarah Dohse in 1:16:18 Stunden einen Tick schneller als die beiden Nordfriesinnen. Söth wurde in 1:16:34 Stunden Vierte und Paysen belegte nach 1:17:13 Stunden den fünften Platz. Auch bei den Männern schrammten die beiden schnellsten Nordfriesen knapp an einem Platz auf dem Siegertreppchen vorbei. Als Finn Johannsen (MTV Leck/ 1:05:13 Std.) und Benjamin Haas (TSV Ladelund/ 1:06:42 Std.) mit den viert- und fünftschnellsten Zeiten das Ziel erreichten, waren die Spitzenplätze schon vergeben. Den Sieg schnappte sich auch hier ein Debütant in Streckenrekordzeit. Der 25-jährige Rostocker Lukas Schnödewind verknüpfte einen Besuch im heimatlichen Rendsburg mit einem Start an der Nordsee und sicherte sich hier insbesondere mit einer herausragenden Schwimmleistung den Sieg in 1:02:21 Stunden. Direkt hinter dem Sieger platzierten sich Hauke Timme (USC Kiel/ 1:04:13 Std.) und Markus Hein (Hannover 96/ 1:04:38 Std.).

Nach dem Re-Start an der Hallig freut sich die nordfriesische Szene nun auf den After-Work-Triathlon in Niebüll, der für den 6. August geplant ist.

Jenny Jendryschik war die schnellste Frau an der Nordsee. Foto: Schmidt

 

swim[&]run statt Triathlon auf Fehmarn – Anmeldeschluss: 06.09.2020

Nach der Absage des Triathlons durch die Behörden haben wir uns schnell für eine alternative Veranstaltung entschieden und einen swimrun sowie auch swim&run quasi aus dem Boden gestampft. So kommen wir zu einer durch Corona bedingten Premiere, die nicht nur den berits angemeldeten Athlet*innen zur Verfügung steht, sondern auch allen, die bisher noch nicht für Fehmarn angemeldet waren.
 
Am Samstag geht es mit einem swim&run um 17 Uhr los. 500m wird geschwommen, dann geht es auf die Laustrecke von 5km.
 
Sonntag wird der swim&run dann etwas ausgeweitet. 1.000m schwimmen, 8km laufen. Für die Jugend A ist die Hälfte der Distanz angesetzt, also 500m schwimmen und 4km laufen.
 
Eine besondere Distanz wird sicherlich der swimrun-wettbewerb sein. Hier gilt es immer im Wechsel zu schwimmen und zu laufen. Insgesamt 13,5km aufgeteilt auf 4x 500m schwimmen sowie 3x 4km und 1x 1,5km laufen.
 
Es kann sowohl am Samstag wie auch am Sonntag gestartet werden. Je Start werden 10 Euro Organisationspauschle verlangt.
 
Mehr Infos und Anmeldung über: www.fehmarn-triathlon.de
Lasst euch die Premiere 2020 nicht entgehen!

Trauer um Michael Krüger

Die schleswig-holsteinische Triathlon-Szene trauert um einen ihrer bekanntesten und ausdauerstärksten Athleten.  Michael Krüger vom USC Kiel ist am 6. August 2020 im Alter von nur 56 Jahren viel zu früh verstorben. Der Kieler ist die unumstrittene IronMan-Legende des nördlichsten Bundeslandes. Mit 17 erfolgreichen Teilnahmen an den IronMan-Weltmeisterschaften auf Hawaii in den Jahren zwischen 1994 und 2012 bewies Michael Krüger eine gigantische Ausdauer und Leistungskonstanz. Drei Mal landete er dabei in Kailua-Kona unter den weltweit fünf Besten seiner Altersklasse. Insgesamt 50 Langdistanz-Rennen bewältigte der Ausnahmeathlet, der auch bei seinen Starts in der Heimat fast immer im charakteristischen Old-Style-Dress gut gelaunt in Badehose die Ziellinie überquerte.

Als ihn 2016 in der Vorbereitung auf seinen 18. Start auf Hawaii die Diagnose ALS ereilte wurde Michaels einzigartige Karriere jäh gestoppt.  Die chronisch-degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems raubte ihm immer mehr die Kräfte, ehe er nun nach vierjähriger Leidenszeit im Kreise seiner Familie einschlief.  Die SHTU trauert mit seiner Familie und all seinen Sportfreund/innen um einen einzigartigen Sportsmann.

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