Die SHTU trauert um Carsten Krömer

26.12.2025 –  Niels-Peter Binder

Mit tiefer Trauer muss die Schleswig-Holsteinische Triathlon-Union für immer Abschied nehmen von Carsten Krömer. Unser SHTU-Landestrainer ist nach schwerer Krankheit am 1. Weihnachtstag viel zu früh verstorben. 

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Zusammen mit seinen nächsten Angehörigen und Freund:innen trauert auch die Triathlon-Welt im Norden um eine herausragende Persönlichkeit und einen tollen Menschen. 

Mit Carsten verlieren wir einen Sportler, Trainer, Experten und Motivator, der unserem Sport mehr als ein Jahrzehnt lang so viel gegeben hat wie kaum ein anderer. 

Wir sind unendlich traurig, dass Carsten so früh von uns gegangen ist. Er fehlt uns und er hätte sicher auch gern noch länger miterlebt, welch tolle Früchte seine Arbeit mit dem Triathlon-Nachwuchs in Schleswig-Holstein trägt.   

Carsten war seit 2017 als SHTU-Landestrainer tätig, nachdem er drei Jahre zuvor schon als Antidoping-Beauftragter und kommissarischer Vizepräsident in die Verbandsarbeit eingestiegen war und bereits zahlreiche Impulse gesetzt hatte. 

Seine Aufgabe als Landestrainer, die er zunächst auf Basis eines Minijobs begonnen hatte, gestaltete Carsten auf Anhieb so engagiert und erfolgreich, dass seine Stelle immer weiter professionalisiert werden konnte. Aus dem Minijob wurde eine Halbtagsstelle (2020) und schließlich ab 2022 auch offiziell ein Vollzeitjob (der es de facto auch vorher schon war). Die dafür erforderlichen Ressourcen hat Carsten durch seinen Elan, seine Fachkompetenz und sein Herzblut weitgehend selbst ermöglicht. 

Carsten Krömer gründete als ehemaliger Kampfschwimmer der Bundeswehr und Leistungssportler im Schwimmen im Jahr 2000 das Outdoor-Unternehmen „Raus-in-die Natur“ in einem Waldstück in der Nähe von Großenaspe bei Neumünster. Dort führte er seitdem Seminare und Events durch. Mit nachhaltiger Wirkung wurde in diesem Rahmen auch das Triathlon-Sommercamp der SHTU organisiert und schnell zu einer Tradition. Viele Talente wurden in diesem Rahmen erkannt, die später in den Kader aufgenommen wurden. 

Carsten war Mentaltrainer und Mentalcoach, Triathlon-Trainer mit A-Lizenz, Sportphysiotherapeut, hatte eine Ausbildung in der traditionell chinesischen Medizin in Chengdu / China Ausbildung in Taiji und Qigong absolviert und war ausgebildeter Masseur und med. Bademeister. An diesem Schatz an Kompetenzen ließ er auch die Triathlon-Talente aus Schleswig-Holstein teilhaben. 

Er verhalf mehreren Toptalenten zu einer eindrucksvollen Karriere und bescherte der SHTU unerwartete Erfolge. Carsten war weit mehr als ein einfacher Trainer. Gemeinsam mit den Heimtrainer:innen gelang es ihm, die Leistungspotenziale der Athlet:innen zu entwickeln und sie in die Lage zu versetzen, diese zum richtigen Zeitpunkt abzurufen. Bei den zentralen Maßnahmen und Wettkampfteilnahmen legte er sehr viel Wert auf Teamgeist und Disziplin. Carsten Krömer pflegte den Austausch mit Trainer:innen aus anderen Sportarten und band diese immer wieder in Trainingsmaßnahmen der SHTU ein. 

Die in Schleswig-Holstein leider vorhandenen strukturellen Nachteile bezüglich einer nachhaltigen Leistungssportentwicklung glich Carsten Krömer durch eine enge Kooperation mit den Bundesstützpunkten der DTU aus. Mit Nina Eim und Julia Bröcker betreute Carsten zwei Athlet:innen, die mittlerweile für Deutschland international erfolgreich unterwegs sind und trotzdem dank Carstens Arbeit immer die Verbindung nach Schleswig-Holstein gehalten haben. 

Als Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit wurde Carsten Krömer 2022 zum Nachwuchstrainer des Jahres der DTU gewählt. 2023 wurde ihm von Ministerpräsident Daniel Günther die Sportplakette für herausragende Verdienste um den Sport in Schleswig-Holstein verliehen. 

Wir verlieren einen herausragenden Trainer und Menschen, dessen Empathie und Engagement uns sehr fehlen werden.